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About People like you...
Kapitel 1 – Lange Freundschaft
„Hm… Kennst du den Düsteren Typen bei dir in der Schule?“ – „Äh, welcher düstere Typ?“, entgegnete ich. Cassidy lachte, „Na der mit dem Irokesenschnitt!“ Ich schaute hilflos drein. „Ach so… was ist ein Irokesenschnitt?“, fragte ich. „Na egal“, wimmelte sie mich ab, „auf jeden Fall hatte seine Klasse letztens mit unserer Sport an der Eichenallee“ Ich, immer noch einigermaßen verwirrt, hab mich mal einfach gefreut. „Cool!“ – „Ja! Und der Typ ist irgendwie süß!“ So schwärmte sie auf unserem Spaziergang durch den Wald.
Es war Sommer, das Schuljahr hatte gerade angefangen, die Vögel zwitscherten bunt durcheinander. Ich fand das voll süß, dass Cassidy sich verguckt hat. Ich hörte ihr gerne zu, sechs lange Jahre waren wir beste Freundinnen, wir haben wirklich alles mit einander gemacht. Vom wild auf dem Balkon rumtanzen bis zum gemeinsam Tomb Raider spielen; also sie nahm die Handlungs-, und Steuerungstasten und ich die Pfeiltasten. Unglaublich, aber wir mussten nichts sagen um das richtige im Spiel zu tun, so abgestimmt waren wir.
Wie auch immer, am nächsten Tag begleitete mich Cassidy, obwohl sie an einer anderen Schule Unterricht hatte, zu meiner Schule, wie jeden Tag des neuen Schuljahres, es hatte einfach ein paar Vorteile. Als dann ihr Schwarm an uns vorbeiging, machte sie mich auf ihn aufmerksam. Langer Schwarzer Ledermantel, Segelohren, Pickel, Augenringe, Dünn, und ein Schwarzer „Punkhaarschnitt“, ein Irokesenschnitt. Was findet sie an ihm, dachte ich mir.
Die ganzen Pausen über schielte ich zu ihm rüber. Immer mit dieser Frage im Hinterkopf.
Auch die Nacht hinüber schwirrte mir diese Frage im Kopf herum. Diese Nacht hatte ich einen ganz seltsamen Traum. Er war echt eigenartig. Ich erinnerte mich nur noch, wie dieser Grufti mich im Arm hielt und alles weiß erleuchtete. Es war der erste und einzige schwarzweiße Traum meines Lebens.
Als ich den Morgen dann zur Schule kam, mit Cassidy, war mir die Frage von gestern beantwortet. Der ist schon irgendwie niedlich, dachte ich diesmal. Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist. Eigentlich stand ich nie auf solche „Freaks“, aber da hatte ich mich wohl ernsthaft verknallt. Anstatt sein verhalten und aussehen zu hassen, bewunderte ich ihn, dass er kein Problem damit hat, er selbst zu sein.
Es kam mir vor, als wäre mir, wie Schuppen von den Augen gefallen, dass ich solche Menschen einfach gehasst habe, weil sie taten, was sie wollten, und ich mich dazu nie getraut hätte. Plötzlich fühlte ich mich so gefangen, in einer Welt, in der man so sein muss, wie es vorgeschrieben ist, und man keine Freiheiten hat. Bis zu dem Augenblick habe ich immer das getan was getan werden musste (bis auf Hausaufgaben), ich habe mich der Kleiderordnung gebeugt, die mir meine Mutter vorgeschrieben hat und trug brav meine Goldfarbenen langen Haare als Zopf zusammen. Nie hätte ich mich getraut, länger abends fort zu sein, als bis zur Dämmerung. Make-up war strengstens untersagt, nur Naturtöne; Rosa, gellgelb, Orange, durchsichtig für die Nägel und nur Rosa für die Lippen. Ich fand es nicht schlimm. Bis dahin. Morgens sollte ich pünktlich um 6 aus dem Bett gewesen sein, was mir zu früh war. Ich habe mich trotzdem dran gehalten. Für mich war es Plötzlich ein Käfig. Ein Käfig aus Regeln und verboten, die durchbrochen werden müssen.
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Comments
silverwing2006 Says:
ich finds geil O_O